Kapitel 5
Wetterkarten lesen
Die Bodenwetterkarte zeigt die Darsteller; die 500-hPa-Karte den Regisseur.
Das Wichtigste in zwei Minuten
- Isobaren sind die Höhenlinien des Luftdrucks: eng, starker Wind; der Wind folgt ihnen, den tiefen Druck zur Linken, und strömt am Boden in die Tiefs hinein.
- Die Symbole einer Front (Halbkreise: warm; Dreiecke: kalt; abwechselnd: Okklusion) stehen immer auf der Seite, in die sie zieht.
- Sechs Formen, die man erkennen muss: Tief, Hoch, Trog in V-Form, Rücken in U-Form, flache Druckverteilung, Sattel.
- Die 500-hPa-Karte zeigt die Höhe der 500-hPa-Fläche (≈ 5500 m; „552“ = 5520 m): tief, kalte Luft (Trog); hoch, warme Luft (Rücken).
- Die Vorderseite eines Trogs vertieft die Tiefs und verschlechtert das Wetter; die Rückseite klart auf. Der Kaltlufttropfen ist am Boden fast unsichtbar und in der Höhe explosiv.
- Boden und Höhe immer zusammen lesen: Ein Hoch unter der Vorderseite eines Trogs ist schönes Wetter mit Ablaufdatum, selbst wenn das Barometer auf „Beständig“ steht.
- T850 liefert die Nullgradgrenze (≈ 1500 m + 150 bis 160 m pro Grad); die Differenz T850 − T500 gibt einen Eindruck von der Labilität (unter 22: stabil; über 28: gewittrig, wenn feucht).
- Vier typische Wetterlagen – Westströmung, Bise, Südströmung mit Föhn, flache Druckverteilung – und eine Methode in fünf Handgriffen: Zentren, Fronten, Höhe, Abgleich, ein geschriebener Satz, über eine Kartenserie hinweg.