Kapitel 3

Allgemeine Zirkulation: warum sich alles dreht

Der Luftdruck, die Erdrotation, die Reibung: drei Bausteine, und alles Weitere ergibt sich daraus.

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Das Wichtigste in zwei Minuten

  1. Der einzige Antrieb des Windes ist der Druckunterschied; die Isobarenkarte liest sich wie eine topografische Karte: enge Isobaren, starker Wind.
  2. Die Corioliskraft, eine Scheinkraft aus der Erdrotation, lenkt auf der Nordhalbkugel jede Bewegung nach rechts ab; sie zählt für den Wind der Wetterkarten, nicht für eine Thermik oder einen thermischen Wind.
  3. Im Gleichgewicht weht der Wind entlang der Isobaren, den tiefen Druck zu seiner Linken: Tiefs drehen sich gegen den Uhrzeigersinn, Hochs im Uhrzeigersinn.
  4. Buys-Ballot-Regel: Mit dem Rücken zum Wind liegt das Tief links von Ihnen, etwas nach vorn.
  5. In Bodennähe lässt die Reibung den Wind die Isobaren zum tiefen Druck hin schneiden: Konvergenz und Aufsteigen unter Tiefs (Wolken, Regen), Divergenz und Absinken unter Hochs (klarer Himmel, Inversion).
  6. Mit der Höhe dreht der Wind nach rechts und nimmt zu: Der Wind am Startplatz ist nicht der Wind der Karte; über den Kämmen findet man den Wind der Karte wieder.
  7. Unter einem alternden Hoch sinkt die Absinkinversion Tag für Tag tiefer, und die Thermikobergrenzen schmelzen: Die großen Tage liegen am Rand eines Hochs oder auf einer abgetrockneten Rückseite.
  8. Drei Zellen pro Halbkugel; bei uns eine Konfliktzone, in der der Jetstream (9 bis 12 km, 150 bis 350 km/h) mäandriert: Die Tiefs entstehen auf der Vorderseite seiner Tröge.
Ein Tief von oben gesehen: Mit dem Rücken zum Wind zeigt der linke Arm der Figur zum Tiefkern, links und etwas nach vorn.
Abb. 3.5 – Buys-Ballot: Stellen Sie sich mit dem Rücken zum Wind und strecken Sie den linken Arm aus: Er zeigt zum Tief.

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