Kapitel 11

Werkstatt: zwölf typische Tage

Zwölf Tage, zwölf Himmel: die Karte, der Temp, der Tag Stunde für Stunde im Zeitraffer, und die Stolperfalle, die auf alle wartet, die zu schnell hingeschaut haben.

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Das Wichtigste in zwei Minuten

  1. Zwölf Grundtypen decken das Wesentliche ab: drei stabile (Hoch, tiefe Inversion, reine thermische Winde), ein idealer (klassischer Thermiktag), vier labile (Überentwicklung, Luftmassengewitter, flache Druckverteilung, Kaltlufttropfen), vier, die von Wind oder Fronten bestimmt werden (Warmfront, Kaltfront und Rückseite, Föhn, Bise).
  2. Die Karte sagt, wer das Kommando hat, der Temp, was die erwärmte Luft tun wird, das Wachstum der Cumuli, zu welcher Uhrzeit.
  3. Gleiche Cumulusbasis, gegensätzliche Tage: Feuchte und Deckel in der Höhe machen den Unterschied zwischen harmlosen Cumuli und Überentwicklung.
  4. Wärmegewitter kommen am Nachmittag (14 bis 17 Uhr); Gewitter eines Kaltlufttropfens schon am späten Vormittag; die der flachen Druckverteilung vereinzelt und spät.
  5. Hoch heißt nicht windstill: Bise und Föhn hängen vom Druckgradienten ab, nicht vom Druckwert.
  6. Ein wolkenloser Tag kann windig (Talwind, Bise) oder schwach tragend (Absinken) sein: Das Blau allein sagt nichts.
  7. Jeder Tag hat seine Stolperfalle: der zu schöne Morgen vor der Überentwicklung, das Blau zwischen zwei Schauern auf der Rückseite, die trügerische Ruhe unter dem Föhnrotor, die Landung im Talwind.
  8. Die Tage folgen aufeinander: Überentwicklung, Front, Rückseite, dann ein schöner Tag nach der Front.

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